Ein schnelleres Mainboard einbauen. Aber wie?
Durchschnittlich alle drei Jahre kaufen PC Nutzer ein neues Komplettsystem. Dabei lässt sich bereits durch den Austausch weniger Komponenten ein schnelles, zeitgemäßes Computersystem erstellen.
Multimedia PCs mit Maus, Tastatur und häufig sogar mit Drucker sind heutzutage bereits für unter 500 Euro zu erwerben. Wer lediglich ein praxistaugliches Komplettsystem benötigt, bekommt für etwa 300 Euro einen vollwertigen Computer. Dabei geht es noch günstiger. Durch den Einbau neuer Hardware können viele bestehende Komponenten problemlos weiterverwendet werden. Gerade Peripheriegeräte wie Gehäuse, DVD-Brenner und Eingabegeräte, darunter Maus und Tastatur, müssen nicht zwingend alle paar Jahre neu gekauft und ersetzt werden.
Die Zeiten, in denen PC Auf- und Umrüstung den Profis vorbehalten war, sind längst vorbei. Mit ein Paar Handgriffen lassen sich Mainboard, Arbeitsspeicher, Grafikkarte und Festplatte gegen neuere, schnellere Komponenten ersetzen. Wobei Letzteres nicht zwingend zu einer Aufrüstung des Systems beitragen muss. Hier tut es, wenn es den Ansprüchen in Sachen Speicherplatz genügt, weiterhin die bereits vorhandene Platte. Andernfalls findet man eine Fülle von Angeboten an externen Speichermedien im Versandhandel.
Vor dem Einbau eines Mainboards muss sichergestellt werden, dass die vom Netzteil des Computers ausgehende Spannung ausreicht, um die neue Hauptplatine zu versorgen. Wer seine alte Grafikkarte gerne behalten möchte, muss darauf achten, dass diese auch weiterhin auf dem neuen Board montierbar ist. Hier gilt: Neue Mainboards unterstützen PCI-Express Grafikkarten, ältere nur den sog. „Accelerated Graphic Port“, kurz AGP. Ähnlich verhält es sich mit dem Arbeitsspeicher. Hier sollte sich im Vorfeld informiert werden, welche RAM-Bänke verbaut werden können. Die aktuellen Mainboards bieten nur noch Platz für DDR2 bzw. DDR3 Bausteine.
Ist das neue Mainboard erst einmal mit den korrekten Bausteinen bestückt, muss es nur noch eingebaut werden. In den meisten Fällen genügt es die vier Schrauben des alten Mainboards zu lösen und es schließlich gegen das neue Board auszutauschen. Auch hier gilt: Es ist weder fundiertes Wissen noch viel Erfahrung nötig. Dank der genormten ATX Bauweise der Computergehäuse gibt es nur noch eine Möglichkeit das neue Mainboard zu montieren.