Styling mit Intimrasur Vorlagen statt Komplettrasur
Wie jeder andere Aspekt der Gesellschaft unterliegt auch die Sexualität einem ständigen Wandel. Über die letzten Jahre hat sich dies besonders im Bereich der Körper- und Intimbehaarung gezeigt.
Die heutige Körperbehaarung des Menschen ist ein Überbleibsel unserer biologischen Herkunft noch vor der Zeit als Jäger und Sammler. Um gegen die Witterung mit Regen und Wind bestmöglich geschützt zu sein, waren unsere Vorfahren am ganzen Körper behaart. Erst durch den Umstand, dass der Mensch sesshaft wurde, in Höhlen und später in Hütten und Häusern wohnte und Kleidung trug, machte die Körperbehaarung als Schutz vor der Natur überflüssig.
Die Menschen in der heutigen Zeit sind vergleichsweise wenig am Körper behaart, und den wenigen Haaren wird aus ästhetischen, kosmetischen oder hygienischen Gründen auch noch zu Leibe gerückt. Insbesondere der Intimbereich hat hier über die letzten Jahrzehnte einen Wandel erfahren, denn wurden vor 30 Jahren zunächst nur die Achselhaare entfernt, wird seit dieser Zeit auch verstärkt der Intimbereich von Haaren befreit. Dies hat vorwiegend ästhetische Gründe, und neben einer Komplettrasur der Schambehaarung werden diese oftmals auch mit Hilfe von entsprechenden Intimrasur Vorlagen in eine andere, oftmals als neckisch empfundene Form gebracht. Beliebt sind dabei zum Beispiel eine Herzform, ein Stern oder ein nach unten deutender Pfeil, die mit den entsprechenden Schablonen entweder selber oder im Kosmetikstudio gestaltet werden können.
Der Trend zur Intimrasur ist dabei vor allem bei Frauen wie auch Männern im jüngeren Alter sehr beliebt, im Endeffekt aber zeitlos und auch keine Erfindung unserer modernen Zeit. Über alle Jahrhunderte seit Beginn von entsprechenden Aufzeichnungen ist die Rasur der Körper- und Intimbehaarung immer wieder ein Thema gewesen. Bereits im alten Ägypten zählte die Entfernung von Achsel- und Schamhaaren zum Schönheitsideal. Männer wie auch Frauen entfernten sich neben der Körperbehaarung auch die Kopfhaare, rasierten sich also eine Glatze und trugen stattdessen Perücken oder andere Kopfbedeckungen. Neben dem ästhetischen Aspekt spielte dabei auch die Hygiene eine Rolle, denn ohne Haare haben es viele Parasiten wie Milben und Läuse wesentlich schwerer, sich am Körper eines Menschen einzunisten. Auch aus anderen Kulturkreisen ist durch entsprechende Darstellungen und Aufzeichnungen die Rasur der Körperbehaarung bekannt und nachgewiesen. Sowohl die Griechen wie auch die Römer haben entsprechende Bilder hinterlassen, auf denen durch die Abbildung von nackten Menschen zu erkennen ist, dass diese bis auf die Kopfbehaarung völlig unbehaart waren.
Im Unterschied zu den früheren Gepflogenheiten lässt sich dazu heute höchstens feststellen, dass sich neben der Komplettrasur auch das Styling der Intimbehaarung einer großen Beliebtheit erfreut. Wurden vor dem breiten Trend die Haare vorwiegend in der Bikinizone entfernt, so wurde durch die immer kleiner werdenden Bikinis auch eine mehr an Rasur notwendig. Zum Schluss blieb dann nur ein schmaler Streifen übrig, den man im Bereich der Rasur "brasilianisch" nennt und für den es ebenfalls passende Schablonen gibt, damit der Streifen gerade und nicht zu breit bleibt. Neben der Rasur sind Epilation oder die Haarentfernung per Kalt- oder Warmwachs weitere Methoden, um die Haare im Intimbereich zu entfernen. Durch diese Methoden erhofft man sich eine dauerhaftere Entfernung der Haare als durch eine Rasur, die regelmäßig wiederholt werden muss.